Filmplakat „Everytime“ von Sandra Wollner

Das letzte Foto, das Jessie gemacht hat, zeigt die Sonne über Berlin. Sie hängt da, als wäre nichts geschehen. Aber Ella hat ihre Tochter verloren. Was ihr bleibt, ist Jessies kleine Schwester und die komplizierte Beziehung zu dem Jungen, dem alle die Schuld geben. Das merkwürdige Trio landet in einem Familienurlaub, den es so nie gab. Unter der flirrenden Sonne Teneriffas verweben sich Erinnerung und Gegenwart unauflöslich ineinander. Die Geister sind überall.

Die österreichische Regisseurin Sandra Wollner erzählt vom Nachleben einer Katastrophe – und davon, wie wenig sich Trauer an Logik hält. Was als genau beobachtetes Familiendrama beginnt, gleitet allmählich ins Gespenstische hinüber. Birgit Minichmayr spielt die Mutter Ella, an ihrer Seite sind Lotte Shirin Keiling, Tristán López und Carla Hüttermann zu sehen.

Bei den Filmfestspielen in Cannes wurde die österreichisch-deutsche Koproduktion im Mai 2026 mit dem Hauptpreis der Reihe Un Certain Regard ausgezeichnet. Inzwischen geht sie als deutscher Beitrag für den Auslandsoscar ins Rennen. (Text + Bild: eksystent Filmverleih)

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